Senkung der Mehrwertsteuer ist nicht nachhaltig

Juni 29, 2020 by andre in Buxtehude Kreisverband 0 comments
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Senkung der Mehrwertsteuer ist nicht nachhaltig

Christian Kutz-Kromnow

( Sprecher für Gastronomie der Liberalen in Buxtehude ):

“Die MwSt. sollte eigentlich zum Endverbraucher durchgereicht werden, in diesem Fall ist die Senkung keine Hilfe, da bei dem Gastronomen keine Kostenreduktion erfolgt und der Anreiz für den Endverbraucher mehr in der Gastronomie zu konsumieren zu gering ist, da nur die Speisen mit dem verringertem Satz versteuert werden. Reicht man die MwSt. nicht durch kommt man bei einigen Gästen in den Erklärungsnotstand, warum man faktisch die Preise erhöht hat. (Gleichbleibender Bruttopreis entspricht erhöhtem Nettopreis)“

„Der Zeitraum für ein Jahr bringt auch wenn man die Senkung nicht weitergibt, nur wenig da in diesem Jahr auch die zu erwarteten Umsätze deutlich geringer bleiben“, fügt Kutz-Kromnow (Inhaber vom Abthaus Buxtehude ) hinzu.

Gründe sind: Abstandsregel und damit deutlich geringere Gästezahlen, Ausfall fast aller Gruppenveranstaltungen wie Busreisen, Firmenfeiern, Private Events und natürlich die allgemeine Konsumzurückhaltung aus verschiedensten Gründen, Angst vor Ansteckung, weniger Geld wegen Kurzarbeit oder Arbeitslosigkeit und die allgemeine Sparsamkeit in der Krise weil die Bürger nicht sicher wissen was noch auf sie zu kommt. Bei geringem Umsatz ist dementsprechend auch die Steuerersparnis nur gering.

Dauerhaft wäre die MwSt. Senkung sicherlich sinnvoll, da es bei normalen Bedingungen eine gute Möglichkeit ist die in der Gastronomie akzeptierten Endpreise anbieten zu können, da die normale Kalkulation für den Nettopreis schon ein zu hohes Ergebnis für den Gast ergibt wenn man noch 19% draufschlagen muss.

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Die FDP Buxtehude schlägt daher folgende Variante vor:

Besser wäre eine Steuerliche Verrechnung der Minderumsätze mit den Gewinnen der letzten Jahre, hierbei würde automatisch auch berücksichtigt werden, dass die ehrlichen Steuerzahler und gesund wirtschaftenden Unternehmen der letzten Jahre Ihre Steuern zurückbekommen würden und die Betriebe die es in den letzten Jahren bereits schlecht gewirtschaftet haben quasi nachträglich nicht von der Staatlichen Hilfe profitieren würden.

Für Einzelunternehmen und GbR wäre zudem eine Steuerliche Anerkennung der Unternehmerarbeit mit deutlich höheren Steuerschwellen ähnlich der Splittingtabelle geboten. Eine Sicherung des privaten Vermögens, das zur Alterssicherung erarbeitet würde, wie Private Renten- und Lebensversicherungen, Wohnimmobilien, Fondanteile und sonstige Sparvermögen mit dem klaren Ziel der Alterssicherung sollten auch bei möglichen Insolvenzen einen Bestandsschutz bekommen

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